
Etwas zu spät, aber noch geschafft, vielleicht auch nicht, das Thema von Sari bedient. Marodes wollte sie sehen, lief mir halt dieses Motiv vor die Nase. Erinnert mich an Mietnomaden, Wohnung zerstört und weitergezogen, Zugvögel vielleicht, oder an Miethaie, Miete gepresst und weitergezogen. Gibt es Wanderhaie?

Sari hat wieder ein Wochenprojekt. Es geht um Werkzeuge. Ich habe mal etwas Zeit und eine ganz spontane Idee gehabt. Das wichtigste Werkzeug was wir Menschen haben sind die Hände, nicht der Schnuller. Denn ohne die Fähigkeit des Greifens gibt es kein Begreifen.
Vielen Dank an meinen kleinen Neffen, welcher sich freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Sari meint , es ist nicht schwer, das Thema diese Woche. Da bin ich wohl ein Außenseiter, denn alleine bei der Definition zum Begriff Hobby musste ich die Wikipedia bemühen:
Ein Hobby (deutsch Steckenpferd, Plural: Hobbys) ist eine Lieblingsbeschäftigung. Ein Hobby ist somit im Gegensatz zu Arbeit eine Tätigkeit, der man sich nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig und aus Interesse, Faszination oder sogar Leidenschaft unterzieht. Die Tätigkeit bringt Vergnügen, Spaß oder Lustgewinn mit sich. Dabei ist mit Arbeit nicht ausschließlich Erwerbsarbeit (Beruf) gemeint.
An der Definition stört mich der Umkehrschluss, Arbeit ist nicht freiwillig und nur eine Notwendigkeit.
Bin abgeschweift, sorry. Was ich gerne mache (nennt es Hobbys)möchte ich vollkommen ungeordnet und ohne Garantie auf Vollständigkeit einfach mal aufschreiben
- Fotos, anschauen und machen
- gute Bücher lesen
- mit Computern kämpfen
/ nie Spiele
- Videos selber machen
- viel Musik hören, von Mozart über Led Zeppelin bis zu den Beatles eigentlich alles
- mit meiner weltbesten Ehefrau zusammen sein
- mit meinen weltbesten Kindern zusammen sein
- die oberen zwei plus gesamte Familie
- mich mit euch hier und auf euren Blogs austauschen

Sari wills wissen und zwar die geheimen Orte meiner Kindheit. Auf den Bild könnt ihr sie erkennen, meine geheimen Orte. Mit Jack London war ich in Alaska, Gottfrief Keller zeigte mir die Schweiz, ich sah den Fandango mit Alexander Grin seinen Augen, mit Transport Paule litt ich, ritt zusammen mit Dschingis Chan durch die Steppen, las Fährten mt Pfadfinder, Arnold Zweig nahm mich mit nach Verdun, Horst Bastian zeigte mir die DDR, Spur der Steine las ich an einen Wochenende komplett, mit Stanislaw Lem bin ich durch Galaxien gereist, Wilhelm Busch brachte mir seinen Humor bei, vom dicken Schmitt-Buch kann ich heute noch nicht lassen…
…natürlich waren wir auch auf Burgruinen, haben Höhlen gesucht, waren fest von den Schätzen überzeugt welche wir darin finden werden, haben Buden gebaut, sind auf Bäume geklettert, waren Indianer, Cowboys, Polizisten, Räuber. Das wichtigste ist aber - wir waren Kinder.

Bei einem Umzug fällt einen aller möglicher Kram in die Hände. Erinnerungen aus vergessenen Tagen. So auch diese beiden Porzellanfiguren. Sie waren die Begleiter meiner Omabesuche, damals wo der Himmel noch viel höher war, als das Staunen Alltäglichkeit war und die größte Sorge darin bestand, als erstes das Klettergerüst zu besetzen. Jahrelang hatte diese Damen mein Bruder in Beschlag, schließlich fand ich einen Karton mit der Beschriftung “Vorsicht Nippes!”. Vielleicht wußte er es nicht besser.
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