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Armut

02.04.09

Permalink 21:44:06, Kategorien: 2009/04 , Schlagworte: dinge, gedanken, jena
Parkbankquartier
Mitten in Jena

Was da hinten so fein abgedeckt ist, ist des Einen sein ganzes Leben. Mitten in Jena springt mir die Armut ins Gesicht. Mitten in Jena gibt es Einen der kein Dach über den Kopf hat. Jetzt höre ich Leute sagen, dass er das nicht anders will, er will so leben, keiner muss auf der Bank schlafen. Und dann stelle ich ihn mir vor, den romantischen Stadtstreicher, unfähig im Winter zu frieren, kein Bedarf an häuslicher Geborgenheit, die warme Mahlzeit als unnötig abweisend, die Sterne in der Nacht als Decke, oder Regen, oder Schnee …

2 Kommentare

Kommentar von: henriette [Besucher]
Lieber Thomas,

genau von ihm sprach ich vor einiger Zeit....

Er lebt da schon seit Jahren.
Erst saß er nur dort, dann richtete er sich immer "häuslicher" ein. Sommer wie Winter schläft er unter dieser Plane.
Wenn man ihn sieht, in der Stadt, denkt man nicht, dass er so lebt.
Keine Ahnung, ob und wie man ihm helfen kann.
Ich habe mich immer gescheut ihn anzusprechen, da ich nicht weiß, ob ich ihm damit zu nahe treten würde.
Außer ihm leben noch einige so in Jena.
Auch Jugendliche, fast Kinder noch.
Keiner sieht ihnen ins Gesicht, fast alle schauen angewidert weg.
Dabei hat sich niemand so ein Leben ausgesucht. Wenn man es denn Leben nennen will...........






06.04.09 @ 08:31
Kommentar von: watson [Besucher] · http://jena123.blog.de
Erschreckend.
15.05.09 @ 11:09

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